Die früheren Ardennenbracken stellten die Vertreter der Urform der jagenden Hunde dar. Bis in die 50iger Jahre des 20. Jahrhunderts gab es Hunde dieser Rasse in Belgien, Frankreich und Deutschland. Danach ist eine Fortführung der Herkunftsnachweise nicht möglich.
Wenngleich kein Beweis vorliegt, dass die heutigen Ardennenbracken, die seit etwa 35 Jahren so genannt und gezüchtet werden und als Brackenschlag gelten, mit den etwa in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts verschwundenen Ardennenbracken direkt verwandt sind, so sind doch einige Merkmale der Hunde auffallend und treten ziemlich gesichert bei den Vertretern der heutigen Ardennenbracken als gemeinsame Eigenschaften auf.
Besonders fällt ins Auge, dass die heutigen Ardennenbracken wie auch die früheren große Wasserfreude haben und auch gerne aus dem Wasser bringen, was man bei den meisten anderen Bracken nicht so weit verbreitet findet.
Auch die Eigenschaft, während der Jagd große Leistungen zu vollbringen, dann danach aber und in der jagdruhigen Zeit sich in der Familie ruhig zu verhalten und nicht dauernd Aktivitäten zu fordern, macht den Umgang mit diesen Hunden sehr angenehm.
Ein gewisser Eigensinn, besonders bei den Rüden, fordert gelegentlich vom Ausbilder und Hundeführer Geduld und Einfühlungsvermögen.
Wenn der richtige Weg gefunden ist, hat man den idealen Jagdbegleiter sowohl für die Nachsuche auf alle Wildarten als auch für den Einsatz auf den Bewegungsjagden.
Die heutigen Ardennenbracken sind Hochwildjagdhunde mit Herz und Passion; leistungsstark, führerbezogen und familienfreundlich.
Herzlich Willkommen beim
Verein Ardennenbracke e.V.
Eine Anmerkung:
Grundsätzliches aus den Bereichen der jagdlichen Verhaltensweisen der Hunde und des Verhaltens der Hunde in der Familie deckt sich mit Beschreibungen der alten Ardennenbracken aus der jagdkynologischen Literatur.
Einiges hierzu findet man im Schweizerischen Hunde-Stammbuch der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft, Band VI – 1896, S. 111 ff; Hrsg. Max Siber, Winterthur, Zollikofersche Buchdruckerei, St. Gallen, in dem der St. Hubertushund beschrieben wird.